Kalabrien ist die Spitze des italienischen Stiefels, ein schmales Land zwischen zwei Meeren. Wer nur in Tropeas Altstadt bleibt, sieht bestenfalls die Hälfte der Costa degli Dei. Schon nach wenigen Minuten Fahrt verändert sich das Bild: Aus dem Felsen über dem Meer wird ein stilles Fischerdorf, ein Kap mit Leuchtturm oder ein Bergdorf, in dem noch Handwerker arbeiten.
Scilla, wo Homers Ungeheuer wohnte
An der Straße von Messina thront das Castello Ruffo über dem Meer. Darunter liegt die Chianalea, ein Fischerviertel, dessen Häuser fast aus dem Wasser wachsen. Im Sommer kreuzen hier noch die traditionellen Schwertfischboote.
Ab Tropea: ca. 1 Stunde
Pizzo – Festung, Felsenkirche und Tartufo
Im Castello Murat endete 1815 das Leben von Napoleons Schwager Joachim Murat. Am Strand wartet Piedigrotta, eine ganz in den Tuffstein gehauene Kirche. Zum Abschluss gehört ein Tartufo, das handgeformte Eis, das hier erfunden wurde.
Ab Tropea: ca. 35–40 Minuten
Reggio Calabria – Bronzi und der schönste Kilometer Italiens
Im Nationalmuseum stehen die Bronzi di Riace, zwei griechische Krieger aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, 1972 zufällig im Meer entdeckt. Direkt davor beginnt der Lungomare mit Blick auf Sizilien und den Ätna.
Ab Tropea: ca. 1,5 Std. mit dem Auto, ca. 2 Std. mit dem Zug
Die Stadt der Mittelmeerdiät
Terrassenförmig zieht sich die Altstadt den Hang hinauf, zwischen Castello und Kathedrale Santa Maria Assunta. In der Giudecca, dem früheren jüdischen Viertel, erzählen enge Durchgänge noch von vergangenen Jahrhunderten. Und die Mittelmeerdiät ist hier kein Etikett, sondern Alltag: Gemüsegärten, Olivenhaine und eine schlichte, ehrliche Küche.
Ab Tropea: ca. 35–40 Minuten
Elf Ausflüge, Wanderungen und Bootstouren beschreibt das Buch ausführlich,
jeweils mit Insider-Tipp und Anreise ab Tropea.