Tropea ist kein Ort, der erst durch den Tourismus entstanden ist. Die Stadt auf dem Felsen hat Bischöfe, Piraten, Erdbeben und Herrscherwechsel überstanden, und genau daraus hat sie ihren Charakter gewonnen. Am schönsten entdeckt man sie zu Fuß, planlos und ohne festes Ziel.
Gassen voller Geschichte Von der Piazza Ercole führen enge Gassen, im Dialekt vaneddhe, in alle Richtungen. Über vielen Portalen wachen kleine Masken aus Stein,
die einst den bösen Blick abwehren sollten.
Tipp: Komm am frühen Morgen, bevor die Tagesgäste eintreffen.
Kein Bild steht so sehr für Tropea: eine kleine Kirche auf einem Felsen, der einst eine echte Insel war. Oben wartet einer der schönsten Ausblicke der kalabrischen Küste, dahinter ein stiller Garten mit Agaven und Kakteen.
Tipp: Am späten Nachmittag ist das Licht golden und es wird ruhiger.
Zwischen Fels und Meer Direkt unter der Altstadt liegt die Spiaggia della Rotonda, 2026 erneut mit der Blauen Flagge ausgezeichnet. Nur schwimmend erreichst du die Grotta di San Leonardo mit ihrem kleinen Felstunnel.
Tipp: Früh morgens ist der Strand fast menschenleer.
Salami, Pancetta, frischer Ricotta, Oliven und mittendrin ein Tontopf mit ’Nduja, der feurig scharfen Streichwurst aus dem nahen Spilinga. Einst aus Sparsamkeit entstanden, ist sie heute Kalabriens bekanntester kulinarischer Botschafter. Dazu Brot und ein kühles Getränk, und schon wird aus einer Vorspeise ein ganzer Abend.
Tipp: Vorsichtig streichen, schon ein wenig ’Nduja hat es in sich.